24.10.2016 | Regina Asendorf (MdL) sprach vor Schülern der Oberstufe Autor: Bollmeyer

In der Reihe „Ehemalige persönlich“ konnten Dr. Matthias Bollmeyer als Organisator und Renate Janßen-Niemann als Vereinsvorsitzende des Vereins der Ehemaligen jetzt die niedersächsische Landtagsabgeordnete Regina Asendorf (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßen, die für Vereinsmitglieder und Gäste zum Thema Europa referierte. Schulleiter Frank Timmermann freute sich, im Mariengymnasium als Europaschule die europapolitische Sprecherin der Grünen zu Gast zu haben, die ausführlich und informativ in die europäischen Institutionen und deren Arbeitsweisen einführte. Asendorf erklärte beispielsweise, dass aus Deutschland die meisten Vorschläge an die EU kämen. Weil jeder Vorschlag in allen Amtssprachen aufbereitet werden und auch in Ländern mit weniger ausgeprägten Verwaltungsstrukturen umsetzbar bleiben müsse, seien die EU-Richtlinien sogar im Regelfall wesentlich verständlicher als die Vorgaben deutscher Behörden.

Vor den Schülern der Oberstufe berichtete Regina Asendorf zunächst über ihren persönlichen Werdegang, der sie von der einklassigen Grundschule in Middoge über das Progymnasium in Hohenkirchen dann zum Mariengymnasium führte. Ihren anschließenden Weg vom Abitur im Jahr 1980 in Jever bis nach Hannover bezeichnete sie dabei nicht als geraden Weg, weshalb sie den angehenden Abiturienten Mut machte, ihren eigenen Weg zu finden. Die Schüler folgten Asendorfs Ausführungen sehr interessiert und machten bei der Frage nach gewünschten Studienorten deutlich, wie weit Europa schon in den Köpfen der Jugendlichen selbstverständlich ist: Der Hochschulstandort Groningen wurde fast wie eine Nachbarstadt genannt.

Dass Europa jedoch noch jung und noch nicht fertig ist, wurde in beiden Vorträgen an Beispielen verdeutlicht. Reisen ohne Hindernisse und ohne Geldumtausch an Grenzen seien zwar weitgehend möglich, aber die Frage der EU-Erweiterung oder der Brexit stellten neue Herausforderungen dar. Abschließend forderte Asendorf die Jugendlichen auf, ihr Wahlrecht wahrzunehmen: „Ihr müsst eure Zukunft selbst in die Hand nehmen. Geht wählen!“