01.05.2017 | Veranstaltung zum Kreisjugendparlament – Vortrag und Diskussion in der Aula Autor: Wiegrebe


Im Mariengymnasium fand am Donnerstagnachmittag, 27.April 2017, auf Einladung der Kreisjugendpflegerin Frau Gudehus die Veranstaltung »Jugendbeteiligung und politische Bildung – Zukunft der Demokratie« statt. Die Gäste der Veranstaltung, zu denen neben zahlreichen Vertretern aus Kollegium und Schülerschaft der weiterbildenden Schulen des Kreises, auch Sven Ambrosy, Kreistagsvertreterinnnen und -vetreter, sowie mehrere Bürgermeister der Gemeinden Frieslands, zählten, wurden zunächst durch Frau Gudehus, einer Abordnung der Schülerschaft des Mariengymnasiums und von dem Politiklehrer Ralf Boës begrüßt. »Es ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Gründung eines Kreisjugendparlaments in Friesland – einem Projekt, das in dieser Form einzigartig in Deutschland ist.«


Dies betonten nach den Begrüßungsworten von MG-Schulleiter Frank Timmermann fast wortgleich Landrat Ambrosy und der Vortragende des Nachmittags Kurt Edler. Der auch mit der Bundeszentrale für politische Bildung zusammenarbeitende pensionierte Politiklehrer ist der ehemalige Leiter des Referats Gesellschaft am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik. Edler, der auch international zusammen mit der Europäischen Union (EU) tätig ist, gab neben dem Einblick in die Entwicklungsstufen für das Wecken von politischem Interesse schließlich auch praktische Tipps, wie das Interesse für Politik und Gesellschaft zum Beispiel aus dem Schulunterricht heraus in aktives Mitarbeiten und Engagement der Jugendlichen auf kommunaler Ebene in den Gemeinden und im Landkreis überführt werden könnte. Zugleich zeigte er sich »begeistert von dem, was hier versucht und aufgebaut wird«. So lobte er auch die Schirmherrschaft durch Bürgermeister, Gemeinderäte, Landrat und Kreistag sowie die Mittelbereitstellung seitens des Kreistags in Höhe von 50.000 Euro für dieses Projekt, auf das man laut Landrat bereits im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufmerksam geworden sei.


Nach einer typisch (ost-)friesischen Kaffee- und vor allem Teepause mit verschiedenen selbstgebackenen Kuchen wurde die Veranstaltung dann mit einer Diskussionsrunde fortgesetzt, aus der weitere Anregungen zu diesem hoffentlich zukunftsweisenden Projekt erwuchsen, zu dem – es sei nochmals betont – alle Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren eingeladen sind. Demokratie und ihr Fortbestand leben von der Beteiligung möglichst vieler. Dies auch in der Zusammenarbeit der Generationen in Kreistag und Kreisjugendparlament zu ermöglichen und zu verdeutlichen, scheint heute wichtiger denn je. Darin waren sich alle einig. Also, liebe Jugendliche, macht mit! Nur wer mitmacht, kann mitbestimmen!