24.06.2018 | Team „H₂O“ beim Deutschlandfinale in Passau Autor: Hauke Memmen & Ole Mattausch


Am 16. und 17. Juni fand in der Passauer Dreiländerhalle das diesjährige Deutschlandfinale der "World Robot Olympiad" (WRO), ein internationaler Roboterwettbewerb für Kinder und Jugendliche von 8 bis 19 Jahren, statt. 93 von  635 Teams aus Deutschland sowie 15 Teams aus Österreich durften hier antreten, um sich für den Weltentscheid in Chiang Mai (Thailand) zu qualifizieren. passau


Die WRO ist ein internationaler Wettbewerb, bei dem es darum geht, Legoroboter auswendig gelernt zusammenzubauen und damit Aufgaben zu erledigen. Der Wettbewerb teilt sich in drei verschiedene Kategorien auf: Regular Category, Open Catgory und Football Category.  Die Regular Category ist wiederum in drei Altersstufen (Elementary [8-12 Jahre], Junior [13-15 Jahre] und Senior [16-19 Jahre]) unterteilt. Der Wettbewerb beginnt auf regionaler Ebene. Je nach Anzahl der Teilnehmer in den Kategorien darf das beste Team oder die besten zwei Teams zum Deutschlandfinale mit wechselnden Austragungsorten reisen. In diesem Jahr fand das Deutschlandfinale in Passau statt, nächstes Jahr wird es in Schwäbisch Gmünd stattfinden. Die besten Teams dort können dann die Fahrkarte für das Weltfinale lösen.


Das Team H2O, bestehend aus Hauke Memmen, Hergen Memmen und  Ole Mattausch, hatte sich im Regionalentscheid in Aurich am 30.05.2018 souverän durchgesetzt und damit für das Deutschlandfinale in Passau qualifiziert. Nun mussten innerhalb von nur zwei Wochen Fahrkarten und Unterkunft gebucht werden. Hierbei unterstützte sowohl das Mariengymnasium als auch der Landkreis Friesland als Schulträger. Vielen Dank dafür!


passauMit dem ICE dauerte es etwa neun Stunden, um einmal quer durch Deutschland nach Passau zu kommen. Unweit des Bahnhofes wurde das Teamquartier aufgeschlagen.


Vom Hotel aus sind es etwa 5 km bis zur Dreiländerhalle, eine große Mehrzweckhalle, die das Team aus organisatorischen Gründen an beiden Tagen jeweils zu Fuß zurücklegte. Dort angekommen wurden den Teilnehmern ihre Arbeitsplätze zugewiesen. An langen Tischen konnte jedes Team seine letzten Verbesserungen am Roboter und seiner Programmierung vornehmen.


Nachdem die Teams in der ersten Bauphase ihre Roboter aufgebaut hatten, gab es nach der Mittagspause die erste von vier Wertungsrunden.


In diesen Wertungsrunden mussten die Roboter Aufgaben auf einem vorgegebenen Spielfeld zum diesjährigen Thema „Nachhaltiger Lebensmitteltransport“ erfüllen. passau


Das Programm dafür hatte „H2O“ in monatelanger Arbeit dafür vorbereitet. Allerdings musste es vor Ort immer an die Gegebenheiten angepasst werden.


Zwischen den einzelnen Läufen gab es immer eine 30-minütige Bearbeitungsphase, um Fehler zu verbessern oder weitere Aufgabenteile zu lösen.


Einen Großteil der gestellten Aufgaben konnten die drei Jugendlichen lösen. In den Arbeitsphasen selbst war das Kommunizieren mit dem eigenen Teamcoach nicht gestattet, da diese in den vergangenen Jahren zu sehr eingegriffen hatten.


passau„Als Coach fungierend hat Frau Wenau das Team „H2O“ immer im richtigen Maße gefördert und sich auch viel Zeit genommen, mit nach Passau zu fahren. Sie trägt einen großen Anteil daran, dass wir in der Schule so gut und selbstständig arbeiten und auch hier in Passau sehr gut abschneiden konnten. Herzlichen Dank!“, sagen die drei.


In der Kategorie Senior traten beim Deutschlandfinale 20 Teams an, und das Team H₂O hat in dieser Kategorie einen starken achten Platz belegt. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Platzierung, zumal dieses gerade einmal unsere zweite Teilnahme an der WRO überhaupt und die erste beim Deutschlandfinale war. Zudem  waren wir die Jüngsten in unserer Kategorie. Wir haben sowohl sehr viel Erfahrung vom Wettkampf als auch schöne Impressionen von der Stadt mitgenommen. Auch die Zugfahrten werden wir in Erinnerung behalten :-).“, sind sich die drei Teammitglieder einig. Und was sagt der Coach dazu? "Ein schöner, spannender Wettkampf, der viel Spaß gemacht hat. Vor allem hat mir der offene Dialog zwischen den Teams gefallen, der zu einer guten Basis für den Austausch von Wissen geführt hat. “, so Julia Wenau. 


 


Autoren: Hauke Memmen und Ole Mattausch