29.10.2018 | „Ehemalige persönlich“ - Vortrag mit Sven Lüken (Abitur 1978) Autor: Verein d. Ehemaligen

Der Vereinsvorstand des Vereins der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever e.V. konnte sein Mitglied Dr. phil. Sven Lüken, Historiker und Kunsthistoriker, Fachbereichsleiter Militaria und Sammlungsleiter „Waffen, Rüstungen und militärisches Gerät“ am Deutschen Historischen Museum in Berlin, als Referenten gewinnen.

Nachdem er in der Weihnachtsausgabe 2017 der Vereinszeitschrift „Die alte Schulglocke“ über seinen Werdegang und seine Tätigkeiten im Rahmen der Reihe „Ehemalige persönlich“ berichtet hatte, steht er im November 2018 für einen Vortrag zur Verfügung. Der öffentliche Abendvortrag zum Thema „Das Berliner Zeughaus: Vom preußischen Waffenarsenal zum Deutschen Historischen Museum“ findet am Mittwoch, 7. November 2018, ab 19.30 Uhr in der Aula des Mariengymnasiums statt. Ein Vortrag für Schülerinnen und Schüler der Schule ist dieses Mal nicht vorgesehen.

Sven Lüken interessiert sich seit seiner Grundschulzeit am Harlinger Weg in Jever für Geschichte und hat dieses Interesse nach dem Abitur am Mariengymnasium zu Leidenschaft und Profession gemacht. Er studierte Geschichte, Kunstgeschichte, Publizistik sowie Ur- und Frühgeschichte in Göttingen, wurde ebenfalls in Göttingen promoviert und war anschließend in verschiedenen Museen (Hamburg, Kassel, Wismar) tätig. Außerdem organisierte er die 250-Jahrfeier der Universität Göttingen im Jahr 1987.

Seit Anfang 2001 lebt und arbeitet Sven Lüken in Berlin, wo er an der Konzipierung der 2006 eröffneten, neuen Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums maßgeblichen Anteil hatte. Schließlich wurden ihm dort seine heutigen Zuständigkeitsbereiche übertragen. Sven Lüken ist deshalb einer von nur wenigen Historikern in Deutschland, die zur Ausübung ihres Berufs eine Waffenbesitzkarte benötigen.

Er verwaltet beispielsweise das frühere Arsenal der preußischen Könige und Gerätschaften aus der Schlacht um Berlin im Zweiten Weltkrieg, aber ebenso Römerschwerter, mittelalterliche Foltergeräte und historisch bedeutsame personengebundene Waffen wie das Schwert Wallensteins aus dem Dreißigjährigen Krieg oder Napoleons Degen aus der Schlacht von Waterloo.

Alle Ehemaligen und Gäste sind herzlich eingeladen.

Mittwoch, 7. November 2018
ab 19.30 Uhr
Aula des Mariengymnasiums