02.05.2019 | Der Fall Niels Högel: Bericht vom Prozesstag am 25.4.2019 Autor: Gianfranco Crucciani

Am Donnerstagmorgen um 9.00 Uhr begann der 20. Prozesstag im Fall Niels Högel in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg, an dem der Werte und Normen-Kurs der Jahrgangsstufe 10 teilnahm. Beim Prozess ging es vor allem darum, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Manipulation mit dem Betäubungsmittel Lidocain als Todesursache bei rund 40 Patienten ist, die Högel eventuell damit getötet haben könnte. Der toxikologische Bericht weist in den Leichen Spuren von Lidocain auf, welches der Angeklagte injiziert haben könnte. Jedoch kann das Betäubungsmittel auch als Gel bei Magensonden oder infolge einer Intubation verwendet werden: Anhand dieser nach dem Tod veränderten Restbestände lässt sich nicht feststellen, ob Lidocain für eine Behandlung oder eine Manipulation genutzt wurde. Es scheint aber sehr wahrscheinlich, dass das Betäubungsmittel zum Töten benutzt wurde, denn Högel habe schon bei Einlassung zu Beginn des Prozesses neun Morde gestanden, die er mit Lidocain verübt hatte. Am zweiten Teil des Prozesstages, in dem ein psychologisches Gutachten und eine Charakterbild Högels angefertigt wurde, nahm der Werte und Normen-Kurs nicht mehr teil.

Dank an BuFDi´ Dana für die Begleitung der Gruppe per Nordwestbahn Jever-Oldenburg hin und zurück zu bemerkenswert frühester Stunde (6.23 Uhr Abfahrt Jever Bf.).