11.12.2019 | Individuelle Schüleraustausche mit dem Collège Roland Garros in Nizza Autor: Admin

Das Kalenderjahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr, in dem Jette Bayer (9b), Johanna Rodegro (9e), Britta Lauts (10b), Elias Ise (9c) und Piet Smit (9c) um eine besondere Erfahrung reicher wurden. Sie machten einen individuellen Austausch mit Schülerinnen und Schülern des Collège Roland Garros in Nizza. Dabei verbrachten sie jeweils ein bis zwei Monate in Nizza und empfingen vorher oder anschließend ihre Austauschpartner/ Austauschpartnerinnen in Jever und Umgebung.


Hier werden sie ein wenig von ihren Erfahrungen berichten.


collegeWie war es für dich, einen Monat beziehungsweise zwei Monate weit weg von zu Hause zu verbringen?

Jette:  Der Aufenthalt in Nizza war eine tolle Erfahrung für mich. Dadurch dass ich meine Austauschschülerin durch ihren Besuch in Jever schon kannte, war es einfacher für mich, in Nizza anzukommen. Manchmal habe ich meine Familie und Freunde vermisst, aber die schönen Erlebnisse haben das mehr als wettgemacht und ich habe mich in meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt.

Britta: Anfangs war es ein komisches Gefühl ohne Eltern so lange weg zu sein, doch da ich mich sehr gut mit meiner Austauschschülerin verstanden habe und auch die Eltern sehr nett waren, hat mir die Zeit dort sehr gut gefallen.

Johanna: Es war eine große Erfahrung. Es war schon manchmal schwer, weil man ja auch seine Freunde und Familie vermisst. Erst musste man sich ja auch an das Leben dort gewöhnen.

Elias: Sehr speziell und seltsam, aber auch schön.

Piet: Erst fand ich es beängstigend, doch nach dem dritten Tag ging es.


 


Was war in Nizza anders als zu Hause?

Britta: Ein großer Unterschied zwischen Nizza und Deutschland ist die Schule. Allgemein ist es dort strenger und die Schultage meist länger. Außerdem ist es dort normal, erst sehr spät abends mit der ganzen Familie zu essen aber dafür morgens ein bisschen weniger.

Johanna: In Nizza hatte ich nicht so viele Freiheiten, wie zu Hause und man hatte viel länger Schule.

Piet: Das Klima und die Tagesgestaltung.

Elias: Die Schule war sehr anders und bei meiner Familie war das Essen anders als zu Hause, auch weil es sehr spät abends stattfand.altstadt

Jette: Das französische Schulsystem unterscheidet sich sehr von dem deutschen Schulsystem. An die langen Schultage musste ich mich erst gewöhnen. Jeden Morgen wurden am Schultor unsere Taschen kontrolliert – wir durften z. B. nichts zum Essen in die Schule mitnehmen und das Handy durfte nie benutzt werden. Die Schule ist eingezäunt und man kann das Schulgelände erst nach Schulschluss verlassen. Man hat kein eigenes Klassenzimmer, sondern geht jede Stunde in den Fachraum, wo der Lehrer wartet. Jedes Fach (außer Sport) wurde 55 Minuten unterrichtet, d.h. wir hatten ca. 6 – 7 unterschiedliche Fächer pro Tag. Trotz des langen Schultages mussten die Schüler abends, an den Wochenenden und in den Ferien noch viele Hausaufgaben machen.


Was hat dir besonders gut gefallen? Was weniger?

Jette: Die Stadt Nizza liegt am Meer und ist wunderschön. Vor allem meine 1. Woche in Nizza war toll – es war die letzte Ferienwoche der Sommerferien und meine Gastfamilie hat mir die Stadt Nizza und Umgebung gezeigt. Es war noch richtig Sommer und wir sind oft an die schönen Strände gefahren.

Die Schule war sehr streng. Man durfte sich nie unterhalten, es gab keine Gruppenarbeit und deswegen hat mir das Lernen weniger Spaß als an der deutschen Schule gemacht.

Johanna: Mir hat gut gefallen, dass ich so gut aufgenommen wurde und ich mich so schnell eingewöhnt habe.

Mir hat es nicht so gut gefallen, dass die Leute in der Schule so streng waren.

Britta: Mir haben besonders die Wochenenden gefallen, da wir viel unternommen haben und sehr gutes Wetter war. Die Schule hingegen war sehr lang und dadurch auch ziemlich anstrengend.


kletternErzähle von einem besonders lustigen/ kuriosen/ schönen Erlebnis.

Britta: Als wir am ersten Tag in die Schule gegangen sind wurden am Eingang die Taschen kontrolliert, worauf wir nicht wirklich vorbereitet waren. Da es jeden Morgen gemacht wurde, hat man sich mit der Zeit daran gewöhnt.

Besonders schön war mein letztes Wochenende, da wir nach Cannes gefahren sind und von dort auf eine kleine Insel direkt vor Cannes. Das Wetter war sehr gut und wir konnten schwimmen gehen und hatten noch ein tolles letztes Wochenende zusammen.

Jette: Wir haben eine tolle Radtour in Italien gemacht, waren in Monaco Eis essen und haben einen Ausflug auf die Insel St. Honorat gemacht. Wir sind in dem kristallklaren Wasser geschnorchelt und haben viele bunte Fische gesehen.

Elias: Die zweite Stunde von dem Snowboardunterricht als wir bei der Steinrampe hinter dem Berg waren.

Piet: Ich habe dort viel am Meer geangelt, das war schön.

Johanna: Wir haben viele schöne Dinge gemacht. Am meisten hat mir glaube ich St. Paul de Vence gefallen. Dort war es ruhiger und gemütlicher.meer


Würdest du anderen Schülerinnen und Schülern empfehlen, so einen mehrwöchigen Austausch zu machen?

Britta: Anderen Schülerinnen und Schülern würde ich auf jeden Fall empfehlen, eine solche Chance wahrzunehmen, da man bei einem mehrwöchigen Austausch seine Sprache sehr gut verbessern kann und in diesen Wochen viel erlebt. Außerdem ist es meiner Meinung nach sehr interessant, die Schule in anderen Ländern kennenzulernen.

Johanna: Ja, aber ich glaube, dass ein Monat zu kurz ist, weil man sich erst richtig eingelebt hat und dann erst richtig mit dem Sprechen anfängt.

Piet: Ja, es ist sehr spannend und du lernst sehr viel.

Elias: Auf jeden Fall – nicht nur wegen der Sprache, sondern auch um neue Menschen kennenzulernen.

Jette: Ich würde jedem Schüler empfehlen, einen mehrwöchigen Austausch zu machen. Man lernt andere Kulturen viel besser kennen und auch die Sprachkenntnisse verbessern sich schnell. Mit bestimmten Vokabeln verbinde ich jetzt schöne Erinnerungen an Nizza. Für mich waren diese zwei Monate perfekt – ich habe einen guten Eindruck von dem Leben in einem anderen Land gewinnen können und den verpassten Stoff an meiner Schule in Jever schaffe ich nachzuarbeiten und meine Lehrer geben mir auch Zeit zum Ankommen.