27.04.2020 | Beitrag zum Lumix-Fotowettbewerb Autor: Ole Mattausch (11e)

Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) veranstaltet in Kooperation mit dem LUMIX Festival einen Online-Fotowettbewerb für Schülerinnen und Schüler. Durch die Teilnahme soll den Jugendlichen die journalistische Bedeutung von Fotos bewusster werden. In Zeiten der gesellschaftlichen Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie spielen die sozialen Medien für Jugendliche eine große Rolle, um soziale Kontakte zu pflegen. Gesucht werden keine Spaßbilder oder Poserbilder, sondern Fotos, die zeigen, wie persönlich mit der Corona-Krise zuhause umgegangen wird. Überraschendes, Alltägliches und Ideen für andere Schülerinnen und Schüler sind willkommen. Welche Menschen, Dinge, Rituale oder Orte sind in der letzten Zeit wichtig geworden? Zu gewinnen gibt es Panasonic-Systemkameras.


Auch ich habe mich dazu entschlossen, an diesem Fotowettbewerb teilzunehmen.


Technik, die begeistert. So lautet das Schulmotto in Zeiten von Corona. Online-Aufgaben, kollaboratives Arbeiten von zuhause aus und Videokonferenzen. Covid-19 hat unserer Schule einen ordentlichen Schub in der Digitalisierung verpasst. Doch keine von diesen alternativen Unterrichtsformen kann eins ersetzen: den persönlichen Kontakt. Und da wir darüber jetzt keine Neuigkeiten erfahren können, holen wir sie uns eben woanders: Aus den Medien. Daher wird der Wettbewerb auch über Instagram unter dem Hashtag "#lumixschoolreporter" veranstaltet.


Hätte uns vor einem Jahr jemand gesagt, dass Mundschutz tragen in der Öffentlichkeit zur Pflicht wird, hätten wir verständnislos, vielleicht sogar abwertend reagiert. Gleiches gilt für Home-Schooling. Obwohl, vielleicht hätten sich da ja die ein oder anderen drüber gefreut. Jetzt, nach mehreren Wochen dieses Prozederes würden die meisten doch gerne das Kinderzimmer gegen das Klassenzimmer tauschen und das schöne Wetter mit den Freunden genießen, ich schließe mich da an. Die aktuelle Welt da draußen sehen und begreifen fällt also begrenzt aus.


Ich möchte mit dem Foto "Schreibtisch, Jever. Schule in Zeiten von Corona." daher meinen Schulalltag und denen vieler anderer Schülerinnen und Schüler in Covid-19-Zeiten abbilden. Für den Unterrichtsstoff ist das Internet jetzt ebenfalls einer der bedeutendsten Wissensspeicher neben den Schulbüchern, er wird selbst erarbeitet und ist vielfältig: Von Textproduktion und Romanarbeit in Deutsch, Epochenanalyse in Geschichte über die Wiederholung der Vergangenheitsformen in Englisch bis hin zu Versuchen per YouTube-Video in Chemie, die dann protokolliert werden sollen. Der heimische Schreibtisch ist so in den letzten Wochen zu einem richtigen Lebensmittelpunkt geworden, wurden hier doch in den meisten Kinderzimmern zuvor nur sporadisch Hausaufgaben erledigt. Jetzt heißt es: morgens das Tablet einschalten, in das Aufgabenmodul von IServ schauen, E-Mails beantworten, die Aufgaben erledigen und sich (hoffentlich) über die Korrektur freuen. Meistens sind die Aufgaben zur Mittagszeit erledigt, dann kann die "Freizeit" beginnen, natürlich unter der Beachtung, dass das MG zuhause bleibt.


Wir hier in Jever, Deutschland, aber auch in der ganzen Welt erleben so eine komplett neue Situation, die von jedem etwas Neues abverlangt und uns auf eine Geduldsprobe stellt. Eine Situation, in der Selbstdisziplin und Rücksichtnahme so wichtig sind wie selten zuvor. Für uns gilt: Durchhalten und weiter "Home-schoolen", es kommt auch eine Zeit nach Corona und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!


Link zum Bild: https://www.instagram.com/p/B_aGxyGAR4w/?igshid=1v3jq00c81jib Nähere Informationen zum Fotowettbewerb unter: fotowettbewerb.nibis.de


Ole Mattausch, 11e