Nutzung

Taschenrechner am Mariengymnasium

TI NSpire CAS CX am Mariengymnasium

Das Mariengymnasium Jever den Taschenrechner TI NSpire CAS CX für die Klassen 7 eingeführt. Er erfüllt die Voraussetzungen des Taschenrechnererlasses in vollem Umfang und kostet ca. 110 €. Dieser Rechner wird auch in den nachfolgenden Jahrgängen der Standardrechner am Mariengymnasium sein.

Das Fach Mathematik richtet sich nach den Vorgaben des Niedersächsischen MK und führt ab Klasse 7 einen Taschenrechner verbindlich ein. Die zu erfüllenden Mindestanforderungen erfordern einen Taschenrechner in der Preislage von 65 Euro bis 80 Euro. Eine Einführung eines sog. wissenschaftlich-technischen Taschenrechners in der Preislage 10 bis 20 Euro schließt sich aus, da ein solches Gerät die im Erlass genannten Mindestanforderungen nicht erfüllt.
Der verbindliche Graphik-Taschenrechner-Standard (GTR) schließt kein Computer-Algebra-System (CAS), kein Tabellenkalkulationsprogramm und kein dynamisches Geometrieprogramm ein. Somit erfüllt ein GTR nicht die weiteren Zielvorgaben des Kerncurriculums zum Einsatz von Medien. Die Computerräume einer Schule können dies nicht ausgleichen. Grafik, Tabellenkalkulation und CAS des TI NSpire sind dafür leistungsfähig genug.

Um Handlungssicherheit an den Schulen zu gewährleisten, hat das Kultusministerium in Hannover eine verbindliche Zusage darüber gemacht, dass die Geräte des derzeitigen technischen Stands bis zur Abiturprüfung auch zukünftig nicht veralten.

Die Einführung des TI NSpire CAS CX in Klassenstufe 7 erübrigt den Ankauf eines leistungsfähigeren Geräts in der Oberstufe. Etwa die Hälfte eines Schülerjahrgangs am Mariengymnasium hat Mathematik als Abiturprüfungsfach. Diese Schüler werden optimal an die Abituranforderungen im Fach Mathematik herangeführt. Den Schülerinnen und Schülern ohne Mathematik als Prüfungsfach stehen die Vorteile des sehr leistungsfähigen TI NSpire CAS CX ebenfalls zur Verfügung, was wegen der Chancengleichheit im Unterricht und bei Klausuren so sein muss, und wegen der Hilfe, die dieses Gerät beim Erschließen des Lernstoffs bietet, gerade für diese Schülerinnen und Schüler vorteilhaft ist.

Merkmale des Nutzungskonzepts des Taschenrechners im Mathematikunterricht des Mariengymnasiums

Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit dem Gerät ihrer jeweiligen mathematischen Kenntnisstufe entsprechend unterrichtsbegleitend, da dafür nicht nur die Oberstufenzeit, sondern auch die Klassenstufen 7, 8 und 9 zur Verfügung stehen. Die verschiedenen Ebenen und Untermenüs des Taschenrechners werden den Schülerinnen und Schülern nacheinander nahe gebracht. Kenntnisse und Fertigkeiten in Mathematik werden durch thematisch entsprechende Nutzung des Taschenrechners begleitet und ergänzt. Dabei legen die Mathematiklehrer des Mariengymnasiums großen Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler die Mathematik nicht auf den Taschenrechner reduzieren, sondern in ihm nur ein wichtiges unterstützendes Werkzeug sehen lernen. Dies kann auch zu Unterrichtseinheiten vollständig ohne Taschenrechnereinsatz führen, z.B. beim Erlernen bestimmter Rechentechniken oder beim Üben geometrischer Konstruktionen.

Von Jahr zu Jahr wächst der Anspruch an das Werkzeug Taschenrechner kontinuierlich, und damit der Anspruch an den Benutzer des Taschenrechners. Der Rechner verfügt über ein großes mathematisches Potenzial, das auch für spätere Studienzwecke ausreicht. Die erfolgreiche Realisierung dieses Konzepts ist daran geknüpft, dass der Taschenrechner frühzeitig eingeführt und ein Modellwechsel vermieden wird, da sonst zu erwarten ist, dass der Taschenrechner nicht als Hilfe, sondern von den Schülerinnen und Schülern als Erschwernis des Mathematikunterrichts wahrgenommen wird.

Rechtliche Grundlage ist folgender Erlass:

Zum Einsatz digitaler Medien im Mathematikunterricht am Gymnasium und in der Gesamtschule in den Schuljahrgängen 5 bis 10
Bek. des MK v. 20.7.2015 - 33 - 82106 (SVBl. 8/2015 S. 366)

Ab Schuljahrgang 7 ist in Fortschreibung der seit dem 1.8.2003 geltenden Regelung der Einsatz eines mindestens grafikfähigen Taschenrechners (GTR) oder eines leistungsfähigeren digitalen Mathematikwerkzeugs (CAS) im Gymnasium sowie im Gymnasialzweig der Kooperativen Gesamtschule und der Oberschule verbindlich. Diese Hilfsmittel müssen sowohl im Unterricht als auch bei Hausaufgaben und bei Leistungsüberprüfungen für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen. Die Schule entscheidet auf Vorschlag der Fachkonferenz, welches digitale Mathematikwerkzeug eingeführt wird.


Neben einem Display, das zur Darstellung und Analyse von Funktionsgraphen geeignet ist, muss der Taschenrechner über die Möglichkeit zur Darstellung und Auswertung von Tabellen verfügen, sowie Binomial- und Normalverteilungen berechnen können.