Null Punkte

"Hilfe! - Ich habe eine Null-Punkte-Warnung bekommen!"

Am MG gilt in der Regel:
Wenn in einem Unterrichtsabschnitt mehr als 30% aller erteilten Stunden versäumt wurden, kann es sein, dass für den Fachlehrer nicht mehr erkennbar ist, ob die Leistungen der Schülerin oder des Schülers in diesem Zeitraum mit besser als "Ungenügend" bzw. "0 Punkte" beurteilt werden kann. Dann stellt der Fachlehrer pflichtgemäß eine schriftliche Null-Punkte-Warnung aus.
Die Länge des zu Grunde gelegten Unterrichtsabschnitts steht im Ermessen des Fachlehrers. Dabei ist es für die betroffene Schülerin oder den betroffenen Schüler eher günstig, wenn der Zeitraum nicht zu lang ist. Nur so wird zeitnah klar, dass Gefahr für die Leistungsbeurteilung in Verzug ist. Außerdem entsteht dem Fachlehrer mit dem Aussprechen der Null-Punkte-Warnung die Verpflichtung, der Schülerin oder dem Schüler Gelegenheit zu geben, " nachträglich Leistungen zu erbringen, die eine Beurteilung ermöglichen." (7.14 -VO-GO).

Null-Punkte-Warnungen werden von den Eltern und Schülern unterschrieben an das
MG zurückgegeben!

Die Beurteilung eines einzigen Halbjahreskurses kann die Wiederholung von Q1 oder Q2 notwendig machen!

Bitte wenden Sie sich frühzeitig an den Oberstufenkoordinator für eine Beratung!

 

  Auszug aus:
Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (EB-VO-GO)

RdErl. d. MK v. 17.2.2005 – 33-81012 (SVBl. S. 177) VORIS 22410
  Versäumnis
7.12

Die Schülerinnen und Schüler sind über die möglichen Folgen versäumten Unterrichts auch unter Hinweis auf Folgen für die Belegungsverpflichtungen nach § 12 Abs. 4 zu Beginn eines jeden Schuljahres zu unterrichten.

7.13

Besteht Grund zu der Annahme, dass die Gesamtleistung einer Schülerin oder eines Schülers in einem Fach wegen häufiger oder langfristiger Unterrichtsversäumnisse voraussichtlich nicht beurteilt werden kann, so ist die Schulleiterin oder der Schulleiter zu informieren und die Schülerin oder der Schüler schriftlich auf die mögliche Folge hinzuweisen.

7.14

Hat eine Schülerin oder ein Schüler Unterricht versäumt, so soll Gelegenheit gegeben werden, nachträglich Leistungen zu erbringen, die eine Beurteilung ermöglichen.

7.15

Hat eine Schülerin oder ein Schüler eine Klausur oder eine fachpraktische Arbeit versäumt, so muss in der Regel eine Ersatzleistung erbracht werden. Die Fachlehrkraft entscheidet, welche Ersatzleistung zu erbringen ist. Als Ersatzleistung kommen in Frage:

a) eine Klausur oder eine fachpraktische Arbeit,
b) ein Referat mit Diskussion,
c)

eine Hausarbeit, die eine selbstständige Leistung erfordert und innerhalb einer von der Fachlehrkraft festzusetzenden Frist anzufertigen ist, oder

d)

in Ausnahmefällen, z.B. aus Zeitgründen am Ende eines Schulhalbjahres, ein Kolloquium, das mindestens 20 Minuten dauert.

 

Ist in einem Schulhalbjahr nur eine Klausur vorgesehen, kann eine Ersatzleistung nur eine nach Buchstabe a bis c sein. Liegen für das Versäumnis nachweislich wichtige Gründe vor, entscheidet die Fachlehrkraft, ob von einer Ersatzleistung abgesehen werden kann.
Im Falle von a) sind Ausnahmen von Nr. 7.10 zulässig. Nr. 9 des Erlasses „Schriftliche Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen“ ist nicht anzuwenden.

  Leistungsnachweise
7.10 Jede Schülerin und jeder Schüler darf an einem Tag nicht mehr als eine Klausur, in einer Woche nicht mehr als drei Klausuren schreiben.