Budapest (Ungarn)

Das ELTE Apáczai Csere János Gymnasium in Budapest ist eine der beiden ungarischen Partnerschulen des Mariengymnasiums. Das Budapester Gymnasium gehört zur Universität Budapest und liegt direkt in der Innenstadt. In dem angeschlossenen Internat werden Schüler aus ganz Ungarn aufgenommen. Es gibt Klassen für besonders begabte Kinder.

Die zweite Partnerschule ELTE Trefort Ágoston Gyakorlóiskola ist Ausbildungsschule der Eötvös Loránd Universität Budapest und ist deshalb auch ein Teil dieser Universität. Das Trefort Gymnasium ist in ganz Ungarn eine sehr angesehene Schule. Werner Keck hat den Kontakt zu dieser Schule hergestellt.

Von den folgenden Austauschfahrten liegen Berichte vor:


Jever 2013 Katja Scholl
Budapest 2013 Katja Scholl, Erik Schmidt, Michelle Kemper



  Sziasztok… Katja Scholl


…beziehungsweise Moin!

Am 29. Mai war es endlich soweit: Unsere ungarischen Gastschüler, die wir im April in Budapest besucht haben, kamen nach einer langen Reise, bestehend aus Flug und Zugfahrt bei uns an der Nordsee an. Für unsere Gäste war unsere Gegend ein ziemliches »Neuland«. Statt U-und S-Bahnen, Hochhäusern, großen Einkaufszentren, viel Hektik und Lärm haben sie hier sehr viel Land und Gegend, Kühe, Windräder, kleine Dörfer und natürlich den Strand mitsamt Nordsee und Deichen kennengelernt. Es wurde viel Wert darauf gelegt, unsere Landschaft und die friesische Kultur anhand von zahlreichen Programmpunkten, zu erleben. So standen natürlich die Besichtigung unserer Schule, die offizielle Begrüßung im Rathaus, die Besichtigung von Schloss, Brauerei und Stadt, sowie eine Fahrt nach Bremen und Bremerhaven und ganz wichtig, eine Kutterfahrt nach Spiekeroog auf dem Programm. Wie auch schon bei unserem Aufenthalt in Budapest, gab es keine erheblichen Kommunikationsschwierigkeiten untereinander. Eine kleine Herausforderung bestand allerdings in der »Plattdeutschen«-Sprache. Schnell wurde unseren Gästen die friesische Begrüßung »Moin« beigebracht, die diese dann auch stolz angewendet haben.

Außerdem haben wir unser Bestes getan, um unsere Gastfreundschaft unter Beweis zu stellen und unseren Austauschpartnern und Partnerinnen einen Einblick in unser Leben »an der Nordseeküste, am Plattdeutschen Strand…« zu vermitteln und hoffen, einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen zu haben.

Insgesamt kann man sagen, dass wir sowohl in Budapest, als auch hier in Jever, eine jeweils tolle und interessante Woche miteinander verbracht haben und sich der Austausch wirklich gelohnt hat. Wir durften die außerordentlich hohe Gastfreundlichkeit der Ungarn erfahren und waren auf »Entdeckungstour« in Budapest, haben uns trotz verschiedener Sprachhintergründe prima verstanden, hatten sehr viel Spaß und hatten die Möglichkeit, auch unsere Region ein bisschen bekannter zu machen und unsere Gäste mit derselben Gastfreundlichkeit aufzunehmen. Es wurden Freundschaften von jungen Menschen geknüpft, die in zwei sehr unterschiedlichen Ländern und Umgebungen aufwachsen und dadurch haben wir neue Erfahrungen gemacht, die uns in Erinnerung bleiben werden.

Budapest
2013

  Hodmezövasarhelykutasipuszta … Katja Scholl, Erik Schmidt, Michelle Kemper


… über ungarische Zungenbrecher, Klischees und Spezialitäten

 
"Auf nach Budapest" hieß es am 5. April 2013 für 14 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrer des MG.

Eine Reise bestehend aus Zugfahrt und Flug stand uns bevor. Natürlich waren auch andere Reisegäste, wie Vorfreude, Flugangst, Neugier und Abenteuerlust mit dabei.

Am Freitagabend gegen 21. 00 Uhr hatten wir nach mehr als zehn Stunden Reise mit der Deutschen Bahn und dem Flugzeug den Liszt Ferenc Flughafen in Budapest erreicht, wo uns unsere Gastfamilien schon voller Vorfreude und Neugier erwarteten. Vom Flughafen ging es dann gleich los in die Familien. Es stand das Kennenlern-und Familienwochenende bevor.

Fröhlich und gut erholt starteten wir dann am Montagmorgen das offizielle Programm.

Unter anderem stand eine Schulführung, ein Parlaments-Besuch, eine Wanderung zur Budaer Burg und auf die Zitadelle, eine Stadtrallye, ein Besuch im Haus des Terrors, eine Fahrt in die Orte Visegrád und Szentendre, sowie eine Donau-Fahrt, auf dem Programm.

Für uns "Landeier" war die große Stadt ein kleines Abenteuer und ein großer Kontrast zu unserem Alltag in Deutschland. Statt dem Rad, wurden U- und S-Bahn benutzt, man hat sich der Hektik angepasst und aufgrund der fremden Sprache hat man in U- und S-Bahn "nur Bahnhof" verstanden.

Kommunikationsprobleme zwischen den ungarischen Schülern und uns gab es aber keine, aufgrund deren super Deutsch- und Englisch-Kenntnisse.

Zusammen haben wir dann ein Schul-Projekt mit dem Thema "Deutsch-Ungarische Klischees" behandelt. Der Film "Ich denke oft an Piroschka" aus dem Jahr 1955, in dem es um eine Erinnerung an eine Jugendliebe in Ungarn geht, haben wir als Beispiel für deutsch-ungarische Klischees verwendet. Hieraus entstammt auch der Ort Hodmezövasarhelykutasipuszta, der auch im Film ein Zungenbrecher für deutsche Touristen ist.

Was uns sofort bei ungarischen Klischees einfiel waren Schlagwörter wie Gulasch, Plattensee oder Rotwein. Natürlich hatten wir aber auch von der ungarischen Gastfreundschaft und Höflichkeit gehört.

Mit dem hohen Maß an Gastfreundschaft, Höflichkeit, Kochkünsten und Humor haben wir dann aber doch nicht gerechnet. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge und mit gefühlten drei Kilos mehr an Bord sind wir am 13. April zurück ins Flugzeug in Richtung Köln/Bonn gestiegen. Die Vorbereitungen und Planungen für das deutsche Programm beim Rückbesuch im Mai/Juni laufen schon auf Hochtouren, denn wir wollen den ungarischen Gästen auch unsere friesische Gastlichkeit zeigen und ihnen eine genauso unvergessliche Woche bereiten.

Budapest
2013