Trutnov (Tschechien)


Von den folgenden Austauschfahrten liegen Berichte vor:


Trutnov 2018 Luise Sluiter, Merle Störmann
Trutnov 2013 Virginia Gath
Jever 2012 Aike-Marie Vathauer und Karina Wadle
Trutnov 2012 Jonas Gebauer



Tschechienaustausch 2018 in Trutnov: 9.6.2018 – 16.6.2018 Luise Sluiter, Merle Störmann



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Nachdem wir im September eine wunderbare Woche zusammen mit unseren tschechischen Austauschpartnern verbracht hatten, freute sich die ganze deutsche Gruppe darauf, die „neuen“ Freunde endlich wiederzusehen. Noch dazu kamen die gespannten Erwartungen, das fremde Land und die unbekannten Gastfamilien betreffend. So waren wir alle überaus motiviert und aufgeregt, als wir am Samstag, 09.06.18, morgens um sieben in den Zug stiegen. Die Fahrt verlief nahezu reibungslos auch wenn wir alle schon reichlich erschöpft waren, als wir in Zittau ankamen. Dort erwartete uns ein tschechischer Bus, mit dem wir die letzten zwei Stunden unserer Reise bestreiten sollten. Auf dieser Zielgeraden erreichte die Spannung unserer Gruppe schließlich ihren Höhepunkt. Die Fahrt stand unter dem unangefochtenen Motto „Spandau!“ und während die gute Laune immer weiter wuchs und über die tschechischen Straßenverhältnisse debattiert wurde, planten wir, unsere Austauschpartner mit einer Tanzeinlage zu „Macarena“ zu überraschen. Traurigerweise wurde daraus nichts, da wir so früh ankamen, dass die meisten unserer Gastfamilien noch gar nicht dort waren. Schließlich hieß es, von den bekannten Gesichtern Abschied zu nehmen und sich mit den Gastfamilien auf den Heimweg zu machen, der teilweise über eine halbe Stunde betrug. Nach diesem langen Tag fielen die meisten von uns dann auch besonders schnell, erschöpft und glücklich ins Bett.

Am Sonntag hieß es zum Glück in den meisten Fällen dann erst mal ausschlafen, denn es war Familientag. Die Unternehmungen waren dementsprechend unterschiedlich. Eine große Gruppe traf sich am Nachmittag zum Paintballspielen, andere besuchten Aussichtstürme, bekannte Bauwerke, das Freibad oder den Zoo. Doch ganz egal, was an diesem Tag für den Einzelnen auf dem Programm stand, der Zweck des Tages wurde in jedem Fall erfüllt: Sich wieder etwas näher zu kommen und Spaß miteinander zu haben.

Gymnasium Trutnov

Am Montag sollte es dann richtig losgehen: Stadtbesichtigung von Trutnov und Besuch der Felsenstadt Adrsbach standen auf dem Programm. Nicht gerade spannend, aber hoffentlich wenigstens nicht tödlich langweilig, so die Vermutung der Meisten. Tja, mit dem was dann kam, hatten wir nicht gerechnet: Alles fing ganz harmlos mit einer Ansprache des Schulleiters an. Bei der Gelegenheit konnte man direkt einen kurzen Blick auf das Innere der Schule werfen: groß, vielleicht nicht ganz so modern wie bei uns, alles in allem eine Schule eben. Dann war die Stadtbesichtigung an der Reihe. Wir besuchten den zentral gelegenen Marktplatz, bewunderten die Häuserfassaden und den Brunnen, erfuhren anhand einer Statue etwas über das Wappentier Trutnovs, den Drachen, und machten uns auf den Weg in einen kleinen, hübschen Park. Das locker zusammengefasste Fazit: an vielen Stellen hübsch, ungewohnt hügelig, ziemlich typische Stadtführung, gehen wir dann jetzt zum Bahnhof? Nichts da! Vom Park aus ging’s nach oben, durch den Wald. Irgendwann, für viele der Deutschen nach einer Ewigkeit, kamen wir an einer kleinen Kapelle mitten im Wald aber anscheinend an der Spitze des Hügels an. Große Begeisterung wurde nicht entfacht, aber immerhin bestand die Aussicht, nicht weiter bergauf gehen zu müssen. Das war dann aber auch genug gelaufen für heute, so die allgemeine Ansicht. Also umrundeten wir die Kapelle und es ging wieder ein wenig bergab. Aber was war das? Nach einiger Zeit überquerten wir eine Straße, standen sofort wieder im Wald und es ging bergauf! Und weiter bergauf! Und immer noch weiter bergauf! Das war jetzt nicht deren Ernst, oder? Wir lebten in Norddeutschland! Berge gehörten nicht zu unserem natürlichen Lebensraum! Da gab es ja nicht mal eine Stadt! Da war ja nur Wald! Das mit der Schneekoppe würde aber nicht so anstrengend werden, oder? Und auf einmal waren wir oben. Die Bäume lichteten sich und gaben den Blick frei auf Trutnov. Es lag zu unseren Füßen und irgendwo zwischen Staunen und Luftschnappen war der Ärger über den anstrengenden Aufstieg doch schon längst vergessen.

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Schließlich ging es dann auch wieder hinunter in die Stadt und zum Bahnhof, von wo aus wir zur Felsenstadt fuhren. Dass die beeindruckend sein würde, konnte man schon aus dem Zug erkennen: Riesige Felsen, umgeben von satten Grüntönen, die reine Schönheit der Natur. Der Weg durch die Stadt war gespickt mit einzigartigen und außergewöhnlichen Anblicken und Aussichten auf den paradiesisch grün-blauen See. Der einzige Preis, der von allen dafür gern in Kauf genommen wurde, waren die unzähligen Treppen. Auf der Rückfahrt am Nachmittagstand fest: Würden die kommenden Tage ähnlich gestaltet sein, wäre die Woche in Tschechien tatsächlich unvergesslich! Doch das war immer noch nicht alles: Zurück in Trutnov wurde allen Interessierten angeboten, auf den Kirchturm zu steigen. Ein ganz besonderes, einmaliges Angebot! Das bedeutete zwar noch einmal Treppen, aber auch eine atemberaubende Aussicht und die Möglichkeit, sowohl die Glocken, als auch die Ziffernblätter (von innen versteht sich) und das Uhrwerk zu sehen. Schließlich ergab sich eine auf kaum vorstellbare Weise beeindruckende Situation: Eine kleine Gruppe befand sich noch immer im Inneren des Turmes, wenige „Stockwerke“ über den Glocken, als diese zu läuten begannen. Die Atmosphäre in diesem vollkommen aus Holz bestehenden Raum, mit einer kleinen Lampe als einzige Lichtquelle, war unbeschreiblich und genauso unvergesslich wie der Moment, in dem man auf einer Leiter stehend oben aus dem Dach des Kirchturms sehen konnte. Von der Spitze des vermutlich höchsten Gebäudes der Stadt über die Landschaft zu blicken war ein Moment, ein Gefühl für die Ewigkeit! Dann neigte sich der Tag doch dem Ende zu und ein Teil der Gruppe ließ ihn im Park bei Lagerfeuer und entspanntem Beisammensein ausklingen.

adrsbach

Dienstag hieß es früh aufstehen. Es ging nach Prag. Großstadt. Shoppen. Wir fuhren mit dem Bus bis zum Stadtrand und dann mit U- und S-Bahn weiter. Schließlich gelangen wir mit einer weiteren Bahn auf einen Hügel. Das erste, was wir sahen, war ein wunderschöner Rosengarten. Dann konnte man wählen: Spiegelkabinett oder Aussichtsturm. Der Turm hatte nicht gerade wenige Treppen, aber die Mühe lohnte sich – mal wieder. Eine Millionenstadt von oben: ein Anblick, der sich einem nicht alle Tage bietet und den man vor allem auch nicht so schnell vergisst. Wir wanderten noch ein wenig durch den Park und endeten schließlich im Herzen Prags. Wir besichtigten einige Sehenswürdigkeiten, beobachteten einen Wachwechsel vor dem Sitz des Präsidenten und passierten sogar eine Sicherheitskontrolle, um uns den riesigen Dom von nahem anzusehen. Dann überquerten wir die Moldau über eine große, sehr belebte Brücke und trennten uns schließlich zum Shoppen. Am Abend waren die Füße mal wieder platt, aber dafür hatten wir eine der schönsten Städte Europas gesehen. Wem fällt die Wahl da schwer?

praha

Am Mittwoch war es dann soweit. Wir sollten rauf auf die Schneekoppe, den höchste Gipfel in Tschechien...- 1602m hoch.

Das ist eine Höhe, bei der Personen mit Höhenangst durchaus mulmig wird. Würde es gelingen, die Angst zu überwinden? Uns alle ergriff der Ehrgeiz. Wir wollten da hoch. Viel Gejammer mussten unsere Lehrer ertragen. Wahrscheinlich haben sie die Fragen, wann wir denn endlich oben seien, am meisten gehört. Dennoch hat keiner von uns aufgegeben, denn wir wollten es alle ganz nach oben schaffen und den Ausblick genießen, naja, die Schwindelfreien wohl eher. Einen tollen Ausblick hatten wir während der gesamten Zeit, obwohl es geregnet hat, also auf jeden Fall bis wir fast oben waren. Oben angekommen konnten wir maximal 3m weit sehen, da es sehr neblig war. Jedoch war uns auch dies egal. Wir hatten es geschafft auf die Schneekoppe geschafft! Für einige von uns wie der Mount Everest. Wir waren so froh und für uns alle war das wandern auf den Berg ein großer Erfolg und der Ausflug hatte sich trotz des Nebels gelohnt. Die Schneekoppe runter sind wir mit der Gondel. Zum Glück, denn wir waren alle müde aber stolz.

Nach diesen aufregenden und anstrengenden Tag am Mittwoch sind wir am Donnerstag nach Harrachov gefahren. Dort haben wir die über 300 Jahre alte Glasmanufaktur besichtigt. Es war sehr interessant zu sehen, wie Glas geblasen und in Form gebracht wird, es bedarf nämlich mehr Arbeitsschritten bis ein Glas fertig ist außer dem Glasblasen. Von dort aus sind wir ins neben dran gelegene Glasmuseum gegangen. Gläser aller Art und Form. - Weingläser, 38l Flaschen, aber auch Tierfiguren und noch viel mehr. Alle sahen anders aus, hatten eine andere kunstvolle Form oder eine andere Farbe, jedes Glas war einzigartig. Gläser oder Glasfiguren konnten wir dann auch kaufen, wenn wir wollten, und viele haben dies gemacht, da sie sehr fasziniert waren. Anschließend sind wir weiter zu den Mumlava-Wasserfällen. Wir waren überwältigt von diesen atemberaubenden Wasserfällen. Zwar sind sie nicht riesig aber so wunderschön. Auch der Weg durch den Wald dort hin tat sehr gut.

harrachov

Da war dann leider auch schon der Freitag gekommen. Unser letzter richtiger Tag in Trutnov. Unser letzter Tag in Tschechien. Um die Zeit dort nochmal zu genießen, sind wir an dem Tag in Trutnov geblieben, doch langweilig wurde uns auf gar keinen Fall, denn auch dort hatten wir ein tolles Programm vor uns. Am morgen sind wir zu dem Theaterstück des Partnergymnasiums gegangen. Anschließend haben wir ein cooles Projekt mit dem Kunstlehrer der Schule gemacht. Wir waren alle gespannt was wir machen. Und dann haben wir es erfahren: Abstrakte Kunst! Klingt erst langweilig, macht aber Spaß wir konnten nämlich zu einem bestimmten Teil eines Musikstückes einfach unseren Gefühlen und Emotionen mit allen Farben und Methoden freien lauf lassen. Wichtig war nur: Keine bestimmten und erkennbaren Formen !!! Wir hatten sehr viel Spaß an diesem Projekt und es sind tolle Bilder dabei herausgekommen. Am Abend sind wir dann mit allen deutschen und tschechischen Lehrern und Lehrerinnen, die bei dem Austausch dabei waren Bowlen gegangen, um den letzten Abend nochmal richtig zusammen zu feiern. Es war ein toller Abend und ein toller Austausch.

Bei all dem, was ihr hier gelesen habt, denkt ihr vielleicht wir hätten gar keine Freizeit gehabt, aber wir können euch beruhigen: Doch, wir hatten Freizeit und auch nicht zu wenig. Da Programm ging durchschnittlich bis 17:00 Uhr. Danach haben wir gemacht, was wir wollten. Es gab viele tolle Partys, bei denen wir so viel Spaß hatten. Wir sind zusammen in der Stadt essen gegangen oder haben einfach zusammen in kleinen Gruppen etwas zusammen gemacht. Ein paar von uns haben sich auf der X-Box beim Just Dance spielen zum Affen gemacht andere beim Twister spielen. Es war einfach toll und trotz des vielen Laufens erholsam, da wir auch genug Zeit für uns hatten. Wir sind auf jeden Fall als Gruppe zusammengewachsen und zu einer Gemeinschaft geworden. Niemand wurde ausgeschlossen und es sind Freundschaften entstanden, die wir nicht missen wollen.

Am Samstag sind wir dann wieder zurück gefahren. Der Abschied viel uns wegen der schönen Zeit schwer, aber irgendwann werden wir ums bestimmt wiedersehen.

jever-trutnov

Abschließend kann man sagen, dass der Austausch ein voller Erfolg war! Zum einen hat man sehr viele neue Erfahrungen gesammelt und zum anderen – was eigentlich sogar noch viel wichtiger ist – viele neue Freundschaften geschlossen. Dabei sind nicht nur unsere tschechischen Austauschpartner von Bedeutung, sondern auch die eigenen Mitschüler, mit denen man im normalen Schulalltag möglicherweise gar nicht viel zu tun hat, die man in dieser gemeinsamen Zeit aber wunderbar kennenlernen konnte.

Außerdem gilt den Lehrkräften – sowohl auf deutscher-, als auch auf tschechischer Seite – ein großer Dank und viel Respekt für die ausführliche Planung der beiden Wochen und dafür, diesen Austausch für uns Schüler überhaupt erst möglich zu machen! Ganz besonderen Dank sprechen wir alle den Lehrkräften aus, die unsere Gruppe nach Tschechien begleiteten: Herrn Richter und Frau Herzog! Die Zeit mit Ihnen hat uns allen viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf alles, was noch kommen mag!




Tschechienaustausch 2013 in Trutnov: 21.4.2013 – 27.4.2013 Virginia Gath



21.April 2013:

Gestern um 8 Uhr morgens hieß es für uns Abschied nehmen und auf gehts nach Tschechien! Nach einer strapazenreichen Tour von ca. 12 Stunden Zug fahren mit allem drum und dran, fuhren wir dann mit dem Bus von Zittau, dem letzten Deutschen Bahnhof, nach Trutnov. Heute war Familientag und die meisten von uns waren entweder einfach nur spazieren gegangen oder haben ein Eis gegessen bei dem tollen Wetter. 
Wir freuen uns schon sehr auf die kommende Woche und vermissen alle, die wir zuhause gelassen haben.  


Schulschild
22.April 2013:

Heute war das erste Wiedersehen in der Schule, denn gestern hatten wir Familientag und deswegen konnten wir uns erst heute wieder richtig miteinander unterhalten. Wie in Deutschland, fängt der Unterricht in der Schule um 8 Uhr morgens an. Jedoch haben wir heute "nur" am Sportunterricht teilgenommen in der zweiten und dritten Stunde. Alle haben zusammen in kleineren Gruppen entweder Fußball, Volleyball oder Basketball gespielt. Vor dem Sport gab es natürlich noch eine kleine Rundführung durch die Schule. Dabei haben wir erfahren, anders als in Deutschland, dass hier Tests geschrieben werden, wenn man auf die Schule gehen möchte, also eine Aufnahmeprüfung wird hier durchgeführt. Nach dem Sport durften wir dann in der Schulkantine mittagessen.


Der heutige Tag verlief soweit sehr gut, es war sehr schön und vor allem warm, sodass wir bei der Stadtralley mächtig ins Schwitzen kamen. Unsere tschechischen Austauschschüler führten uns in kleinen Gruppen durch Trutnov und wir mussten an einigen Stellen eine kleine Aufgabe erledigen, wie z.B. einen Drachen zeichnen, denn dieser ist das Zeichen der Stadt.
Nachmittags sind wir dann mit unseren Austauschpartnern unterwegs durch die Stadt gelaufen, wo es leider bei meiner Gruppe die erste »kleine Auseinandersetzung« gab. Aber jetzt ist alles wieder gut und wir haben uns ausgesprochen, also können die nächsten Tage ruhig kommen!

Trutnov


23. April 2013:
Oldtimer

Die erste große Reise durch Tschechien, war die nach Prag heute. Zum größten Teil bestand die Gruppe aus uns Gästen, weil ein Großteil der Tschechischen Schüler in die Schule musste. Die Zeit tot zu schlagen in zwei Stunden Zug fahren ist einfach bei dieser tollen Gruppe! Das Programm macht uns allen sehr viel Spaß und wir genießen die Zeit hier voll und ganz.


Morgens befürchteten wir, dass der Tag nicht ganz so toll werden würde, da es sehr neblig war, jedoch in Prag angekommen war das Wetter auf unserer Seite, es hieß: »Packt die Sonnencreme aus, es wird warm!«




Durch die ca. zwei-stündige »Sightseeing-Tour« und dem freien Nachmittag sind unsere Füße dem entsprechend platt. Es gab ca.7 Stationen, die wir abgelaufen sind: Der erste Punkt war die Burg, dann ging es weiter zum Veitsdom. Schließlich durch die Straßen der Kleinseite und über die Karlsbrücke zur letzten Station in der Innenstadt. Gegen 19:20 Uhr sind wir dann wieder in Trutnov angekommen.
Prag ist meiner Meinung nach eine wunderschöne Stadt und wir alle haben den Tag sehr genossen.



Prag
24.April 2013


Heute besuchten wir Glasendorf, auch die »Verlassene Stadt« genannt, weil dort in der Umgebung, bis auf einen Mann, niemand mehr wohnt. Das Projekt wurde uns morgens in der Schule von einem Tschechischen Erdkundelehrer erklärt und uns wurde viel über die Gegend erzählt, wie z.B., dass 1938 dieses Gebiet von deutschen Truppen besetzt wurde. Die Vertriebenen wollten dort nicht mehr leben und somit kommt es zu dem Namen: »Verlassene Stadt«.

Der Bus fuhr uns bis zu einem Startpunkt, von diesem sind wir dann alle ca. zwei Kilometer weit gewandert. Nach einer kurzen Pause liefen wir dann los, mit einem Klemmbrett in der Hand, um Aufgaben zu erledigen. Alle haben wir gemeinsam die uns gestellten Aufgaben erledigt und gleichzeitig sehr viele und sehr schöne Bilder von der Landschaft gemacht.


Überall sah man kleine Flüsse entlang der Wege laufen. Nach weiteren zwei Kilometern, den Weg zurück laufend, durften wir dann als Gruppe, mit Hilfe eines GPS einen Schatz suchen. Nach einer weiteren kurzen Pause wanderten wir zwei weitere Kilometer zurück zum Bahnhof.

Den Nachmittag durften wir frei verbringen und einige nutzten die Gelegenheit Bowlen zu gehen. Danach ist dann noch eine große Gruppe zusammen in ein Pub gegangen, wo wir die letzten Abende auch draußen zusammen viel gelacht, geredet und verbracht haben.

Glasendorf
25.April 2013


Heute morgen konnten wir zum ersten Mal ein bisschen ausschlafen, denn in den letzten Tagen hieß es meistens für uns um 6 Uhr oder früher aufstehen. Gegen zehn nach neun fuhren wir mit dem Zug nach Adršpach, eine Felsenstadt. Während der Rundführung endeckten wir immer wieder Dinge aus der Geschichte Rübezahl. Denn die Schluchten bzw. Teile der Riesensteine sahen manchmal so aus wie riesige Gegenstände oder versteinerte Tiere. Auf dem Bild, das ich mitschicke, kann man zum Beispiel einen Löwinnenkopf erkennen. An einem größeren Wasserfall angekommen sollten wir alle gemeinsam laut:»Rübezahl gib uns Wasser« rufen. Wie durch ein Wunder kamen danach größere Wassermengen runter als zuvor.


Adrspach

Schließlich sind wir dann noch ca.800 Stufen und kleinere Wege hinauf- und abgestiegen, bis wir dann wieder am Anfang, bei einem wunderschönen See waren.


Dort saßen wir noch einige Minuten und bewunderten die riesigen Steine und den klaren See, bis wir dann wieder los mussten.

26.+27. April 2013


Den letzten Vormittag in Tschechien haben wir in der Schule verbracht. Dort durften wir in kleinen Gruppen ein Kunstprojekt machen, indem wir das zeichneten, was wir erlebt haben, egal was uns in den Sinn kam. Wir malten alle drauf los mit Kreide, Acrylfarben und Filzstiften und von meiner Gruppe sieht man das Bild unten. Alle gezeichneten Poster hängen nun in Trutnov, in dem Flur der Schule. Danach gab es eine Stärkung in der Schulkantine. Schließlich hieß es Taschen packen und auf zur Abschiedsparty! Auf dem Sportplatz, der etwas weiter von Trutnov entfernt ist, hatten wir eine Menge Spaß beim Fußball, Volleyball und Frisbee spielen. Wir haben gegrillt, viel Sport gemacht, gelacht, geredet und einfach den letzten Abend gemeinsam genossen.


Am nächsten Morgen um vier Uhr trafen wir uns an der Schule in Trutnov zur Abfahrt, zurück nach Deutschland. Es flossen viele Tränen und man war sehr zwei geteilt: Einerseits freut man sich natürlich auf die Familie zuhause, aber andererseits ist man sehr traurig, dass man Abschied nehmen muss.

 

Jedoch wollen wir den Kontakt halten, weil die Woche insgesamt sehr schön war und man sich einfach lieb gewonnen hat.

 

Trutnov_Jever


Tschechienaustausch 2012 in Jever: Vom Riesengebirge ans Meer. 8.9. – 14.9.2012 Aike-Marie Vathauer, Karina Wadle


Der traditionelle Schüleraustausch zwischen Jever und Trutnov, einer Stadt am Rande des tschechischen Riesengebirges, fand in diesem Schuljahr vom 08. bis 15. September statt.



Samstag, 8.September 2012 Nach einer langen und anstrengenden fünfzehn- stündigen Reise kamen unsere Gastschüler aufgrund des Schienenersatzverkehrs etwas verspätet am Samstagabend am Sander Bahnhof an. Nachdem man auf beiden Seiten die anfängliche Schüchternheit überwunden hatte und die Partner zueinander gefunden hatten, ging es für die Tschechen erstmal in ihr neues Zuhause bei den Gastfamilien.



Sonntag, 9.September 2012 Heute bestand für die tschechischen Jugendlichen die Gelegenheit beim Familientag ihre Gastfamilien und Austauschpartner näher kennenzulernen. Viele unternahmen Ausflüge in die Umgebung von Jever, z.B. zum Strand nach Schillig, zum Segeln, der Wasserskianlage oder zum Segelfliegen. Andere wurden zum Sportverein des Partners mitgenommen.



Montag, 10.September 2012 Genauso herzlich wie zuvor in den Familien wurden die Tschechen in der Schule durch Herrn Timmermann begrüßt. Wieder wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Anschließend waren die tschechischen Schüler mit ihren Lehrerinnen und zwei deutschen Schülern und Lehrern zum Empfang beim stellvertretenden Bürgermeister zur Teestunde ins Rathaus eingeladen. Nach den obligatorischen Pressefotos fand ein Mittagessen in der Mensa statt. Daraufhin folgte eine von Schülern organisierte Führung durch Jevers Innenstadt, bei der unter anderem das Schloss, die Braurei und der Sagenbrunnen sowie weitere Sehenswürdigkeiten besichtigt wurden.



Dienstag, 11.September 2012 Für heute war mit den Lehrern Frau Hellmuth und Herrn Kothe eine Projektarbeit zum Jade-Wester-Port in Wilhelmshaven durchgeführt worden, die auch eine Fahrt zum Infocenter des Großhafens beinhaltete. Nachmittags wurden verschiedene Aspekte zum Thema in deutsch-tschechischen Arbeitsgruppen aufgearbeitet. Die Arbeitsergebnisse können noch in der Pausenhalle angesehen werden. Nach dieser Einführung in die hiesige Wirtschaft wurde der Tag mit einem Besuch der Bowlingbahn in Schortens abgerundet.

Bowling Bowling



Mittwoch, 12.September 2012 Am Mittwoch ging es für die Gruppe auf nach Spiekeroog. Aufgrund der angespannten Wetterlage war die Stimmung vor allem bei den deutschen Schülern eher gemäßigt, doch schon bald entpuppte sich die Überfahrt mit der „Gorch Fock“ nach Spiekeroog als großer Spaß. Mächtige Wellen, die dann und wann über die Reling des Fischkutters schwappten, führten zwar zu vielen Schrecksekunden, aber lockerten die Atmosphäre erheblich auf. Ein weiteres Highlight war das Anlaufen einer Seehundbank neben der ostfriesischen Insel und das Schaufischen, welches es ermöglichte, die Bewohner des Wattenmeers einmal hautnah zu erleben. Auf der Insel wanderte die Gruppe beinahe geschlossen zum Sandstrand Spiekeroogs und schoss viele einmalige Erinnerungsfotos vor einem mittlerweile strahlend blauen Himmel und glitzernder See.

Kutter
Strand Lehrer



Donnerstag, 13.September 2012 Das Ziel am Donnerstag war die Freie Hansestadt Bremen. Nach anderthalbstündiger Busfahrt setzte man die tschechisch-deutsche Gruppe direkt in der Innenstadt aus. Es folgte ein interessanter Stadtrundgang, geführt von Herrn Meyer-Veit, mit vielen Informationen zu den sehenswertesten Schauplätzen Bremens. Man besuchte unter anderem die Böttcherstraße, das Handwerkerviertel „Schnoor“, die Baumwollbörse sowie Rathaus und Landtag. Nach dem kulturellen Teil des Programms wurden die Shoppingmeilen Bremens von den Jugendlichen unsicher gemacht und fleißig Geld ausgegeben. Nach drei Stunden konnten tütenweise Klamotten, Souvenirs und andere Kleinigkeiten von stolzen Schülern zurück nach Jever transportiert werden.

Ohnehin der beste Ort



Freitag, 14.September 2012 Den letzten richtigen Tag des diesjährigen Besuchs der Tschechen nutzten wir aus, um unseren Gästen den friesischen Volkssport Boßeln näherzubringen. Zusammen mit Herrn Baurmann und Herrn Kothe fuhr dir Gruppe mit dem Fahrrad nach Rahrdum, da dort eine abgelegene Boßelstrecke existiert. Man muss zugeben, dass die tschechischen Schüler den deutschen in keiner Weise unterlegen waren, da Boßeln auch für viele Einheimische sportliches Neuland war. Nichtsdestotrotz gelangen doch einige gelungene Würfe, die für große Euphorie sorgten.

Boßeln Party

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wurde hauptsächlich dafür genutzt, sich ein wenig auszuruhen und schon einmal die Koffer vorzupacken. Abends ging es dann zu Christina Müller nach Addernhausen, die freundlicherweise ihr Grundstück für die Abschlussfeier zur Verfügung stellte. Gemeinsam verbrachten wir einen schönen Abend mit den betreuenden Lehrern Frau Hellmuth, Herrn Meyer-Veit, Herrn Kothe und einigen Eltern. Es wurde gegrillt, Musik gehört, viel gelacht und noch nicht so sehr an den nahenden Abfahrtsmorgen gedacht, der den rundum gelungenen Besuch der Tschechen in Jever beenden würde.


Wir hatten alle eine sehr schöne Woche und freuen uns schon auf unseren Gegenbesuch nach Trutnov in Tschechien im April 2013.


  Austauschfahrt nach Trutnov  5.5. – 12.5.2012 Jonas Gebauer    

Der Gegenbesuch des diesjährigen Tschechien-Austausches fand dieses Jahr vom 05. – 12. Mai statt und war ein voller Erfolg. Alle 22 Schüler samt den beiden Lehrkräften (Herr Richter und Herr Baurmann) kamen mit tollen Erlebnissen und Eindrücken zurück.

Gut gelaunt und voller Vorfreude brach die Gruppe am 05. Mai sehr früh am Morgen in Sande auf. Quer durch halb Deutschland führte der Weg nach Trutnov, verbunden mit einer zwölfstündigen Reise. In Tschechien wurde man gegen 17 Uhr von erwartungsfreudigen Austauschschülern, ihren Familien und dem Regen begrüßt.

TRUTNOV6.5.2012  

Der Sonntag war als Familientag geplant und so unternahmen alle deutschen Schüler mit ihren Gastfamilien Ausflüge rund um und in Trutnov. Bereits am zweiten Tag bemerkte man eins: Essen ist Pflicht. Auf gute und vor allem häufige Mahlzeiten legten alle Familien großen Wert und machten es zu ihrer Aufgabe, die Gastschüler gut zu ernähren.

 
Trutnov

Trutnov: Blick vom Krakonoš-Platz
Kunstprojekt

Kunstprojekt am Gymnazium Trutnov
TRUTNOV7.5.2012  

Am Montag ging es für alle in das Gymnasium nach Trutnov. Nach einem Schulrundgang und der Begrüßung durch den Schulleiter stand dort ein Kunstprojekt mit dem Thema „Leben in der Stadt“ auf dem Programm. Zum Mittag testete man die Schulkantine, ehe es am Nachmittag eine durch tschechische Schüler geleitete Stadtführung gab. Anschließend ging es zurück in die Familien oder zum Bowling mit den Austauschschülern.

HARRACHOV8.5.2012

Den Dienstag, gleichzeitig Nationalfeiertag in Tschechien (8. Mai – Ende des zweiten Weltkriegs), verbrachte man in Harrachov. In der Stadt, bekannt durch Skiflugevents, besuchte man eine Glasfabrik, in der bis heute verschiedene Glasgegenstände in Handarbeit hergestellt werden, und ein ehemaliges Bergwerk, das bis in die 1990er Jahre noch betrieben wurde. Anschließend wurde eine kurze Wanderung zu einem Wasserfall unternommen.

In der
              Glasbläserei

In der Glasbläserei von Harrachov
Prag

Strenge Mienen bei der Wachablösung
PRAHA9.5.2012  

Praha, zu Deutsch Prag, lautete das Ziel am Mittwoch. Nach drei Stunden Fahrt im Rübezahl-Express, dem regionalen Zug, erreichte man die Hauptstadt des Landes bei strahlendem Sonnenschein – der die ganze Woche über anhielt. Während einer kleinen Stadtbesichtigung wurde die Gruppe Zeuge einer traditionellen Wachablösung an der Regierungsburg. Nach weiteren Besichtigungen der historischen Innenstadt wurde Prag in kleinen Gruppen selbst erkundet. Zum Treffpunkt am Bahnhof waren dann alle deutschen Schüler um einige Kronen leichter und um einige Tragetaschen schwerer. So bekam das ein oder andere Souvenir aus Prag einen neuen Besitzer. Die Rückfahrt, ebenfalls im Rübezahl-Express, gestaltete sich indes etwas schwierig. Aufgrund eines technischen Defekts machte der Zug auf offener Strecke eine Zwangspause von etwa einer Stunde. Somit verschob sich die Ankunft in Trutnov und alle Schüler waren froh, als sie gegen 22 Uhr ihr Zuhause erreichten.

 


 
Prag
Blick auf Prag vom Hradschin
SNĚŽKA10.5.2012

Ziel am Donnerstag war die Schneekoppe. Mit 1602 Metern ist sie der höchste Berg des Landes und liegt an der Grenze zu Polen. Hinauf ging es mit einem traditionellen Sessellift. Oben angekommen bestaunte man bei sehr gutem Wetter die tolle Aussicht über das Riesengebirge. Hinunter ging es über einen dreistündigen Marsch zu Fuß, auch durch verschneite Wege. Vier Schüler traten den Weg nach unten allerdings wieder per Sessellift an. Dieser stellte jedoch für über eine Stunde den Betrieb wegen starken Windes ein. Nach Hoffen und Bangen ließ dieser langsam nach und die vier Schüler kamen auch unbeschadet ins Tal.

Schnee im Mai

Abstieg durch den Schnee


 
Schneekoppe

Gruppenfoto auf 1602 Metern über Normalnull


Adrspach

Schon imposant, aber das Beste kommt noch
ADRŠPACH10.5.2012   

Am Freitag ging es in die Felsenstadt Adršpach. Dort nahm die Gruppe an einer Führung zur Rübezahl-Sage teil, der die Stadt angeblich für sich und seine Mitmenschen aus Steinen erbaut haben soll und im Anschluss rasteten einige Schüler für eine Stunde an einem See, der sich mittig der Felsenstadt auftat, während andere noch weiter die Felsen bestaunten. Den Nachmittag nutzte man in der Familie und zu einem Abschlussabend.




Felsenstadt
              von Adrsperg

Die Felsenstadt von Adršpach

Um sechs Uhr traf man sich einen Tag später am Gymnasium Trutnov. Von dort fuhr der Bus nach Zittau, von wo aus es mit dem Zug über zahlreiche Bahnhöfe bis nach Sande weiterging. Alle 22 Schüler samt beiden Lehrkräften traten unverletzt, vollzählig und wie immer gut gelaunt die Heimreise an. Der Abschied fiel vielen Schülern nicht leicht, da sie sich sehr gut in die Familien eingelebt hatten. Alle waren begeistert von der Freundlichkeit und vor allem der Gastfreundlichkeit, mit der ihnen begegnet wurde. Auch die Natur fanden viele sehr schön und am Programm hatte jeder seine Freude. Ein Highlight konnte niemand wirklich ausmachen, da jeder Tag ein Höhepunkt war. Vor allem die Erfahrung und das Abenteuer eines neuen Landes und eines Austausches schätzten die Schüler sehr. Wie zur Ankunft regnete es auch zur Abfahrt.