Novara (Italien)

Italien-Austausch 2015/16 (Novara)

Ayla Kretschmer

Benvenuti!

Am 1. Oktober ging es los! Das hieß Folgendes:

Um halb zwei Nachts auf­gestanden, an­gezogen, auf­gehübscht und ab ins Auto zum Flug­hafen in Hamburg. Von dort ging der Flieger um kurz nach sieben nach Mailand! Dort an­gekommen wurden wir herzlich von ein paar Eltern in Empfang ge­nommen und von dort aus – zu­gegeben ein wenig müde – in die ca. 1 Stunde ent­fernte Stadt Novara gefahren. Voll­kommen über­wältigt von der Schön­heit Italiens trafen wir dort (in der Schule) zum ersten Mal auf unsere Austausch­schüler, welche uns neugierig und freudig begrüßten.

Novara2015
Gorgonzola

Nach einem kurzen Kennen­lernen und einer durchaus etwas chaotischen Schul­führung kamen wir in den Genuss einer echten italie­nischen Pizza. Wir saßen draußen an einem kleinen Platz, welcher uns einen opti­malen Blick auf Novaras Kirche schenkte.

Als wir später Zuhause angekommen sind, wurden wir in die warm­herzigen italie­nischen Familien auf­genommen, bei denen wir jedoch nicht lange blieben, da am Abend uns zu Ehren eine Willkommens­party geschmissen wurde. Die Italiener hatten allein an diesem ersten Tag meine Erwartungen mehr als übertroffen!

An den darauf folgenden Tagen sahen wir einige schöne Städte in Italien, nämlich: Pavia (mit einem atem­beraubend schönen Kloster aus der Renaissance Turin (mit Besuch des Kino-Museums und Begegnung mit Geral­dine Chaplin, die dort gerade einen Film drehte) und Mailand (mit Dom und vor allem coolen Passagen und Ge­schäften). Außerdem wurden wir in die Geheim­nisse der Gor­gon­zola-Her­stellung eingeweiht.

Neben immer wieder aus­giebigem Shopping wurde ein Expo-Besuch zu meinem persönlichen Highlight in Italien. Die Schönheit und Vielfalt der ver­schiedenen Kulturen war einmalig, aber vor allem be­ein­druckte mich der "Albero Della Vita" (Baum des Lebens) Am Abend fand dort eine atem­berau­bende Licht- und Wasser­show statt!

Der Italien­austausch war und ist (Gegenbesuch im April) ein Abenteuer, an das ich mich ewig und gerne erinnern werde, deshalb sage ich zu allen, die die Chance dazu haben, Italienisch zu wählen: Allein die Italien­fahrt ist die Mühen wert Italienisch zu lernen! Allora, ciao ragazzi ;)

Albero Della Vita


Italien-Austausch
2013/14
(Novara)

Nachdem wir im September Besuch von 14 Schülerinnen und Schülern aus Novara hatten, durften wir am 26.03. endlich selbst mit gepackten Koffern auf die Reise gehen. Wir hatten eine überwiegend sonnige, kulinarisch anspruchsvolle (die berühmte italienische Küche!!!) und programmatisch abwechslungsreiche Woche vor uns.

Mittwoch:

Mit Bus und Flugzeug ging‘s nach Milano Malpensa, wo schon einige italienische Väter parat standen, um uns zur Schule zu bringen – dort gab es ein freudiges Wiedersehen mit allen Beteiligten. Dann ein gemeinsames Abendessen – jede Gastfamilie steuerte etwas zu dem üppigen Buffet bei (Vorspeisen, Nudeln, Salate, Süßspeisen, z.B. selbst gebackener Deutschlandkuchen und und und), so dass wir mehr als satt, aber sehr zufrieden die erste Nacht in den Gastfamilien verbrachten.

Torte und Worte
Speläologin
Eingang zur Disco? Nein: Italienische Tropfsteinhöhle

Donnerstag:

Besichtigung des imposanten Jagdschlosses der Savoyer bei Turin (Reggia Venaria) und Abstecher in die Innenstadt von Turin, wo die Deutschen kollektiv Eis essen gingen, während sich die italienischen Schüler im Kunstmuseum vergnügen durften.

Freitag:

Teilnahme am Unterricht (u.a. englische Gedichtinterpretation…) und Stadtführung in Novara. Wochenende in den Familien (mit Ausflügen nach Mailand, an den Lago Maggiore, Abtanzen in der Disco, Miterleben von Familienfesten usw. usf.)

Montag:

Ausflug in die Kleinstadt Vercelli (auch hier gibt es viiiiele Kirchen…) und Mitbringsel shoppen.

Nach einer insgesamt wirklich ruhigen Woche kam am Nachmittag dann doch noch einmal etwas Unruhe auf, als bekannt wurde, dass unser Rückflug am Mittwoch vom angedrohten Pilotenstreik betroffen sein würde. Nach einigen Telefonaten und Überlegungen war dann klar, dass wir leider einen Tag eher zurückfliegen müssten. Das gemeinsame Abendessen ließen wir uns durch diese Nachricht dennoch nicht vermiesen. Erneut gab es ein typisch italienisches Menu mit mehreren Gängen, das uns stärkte für das nächtliche Kofferpacken.

Kirchgang
Turin
Vor der Veneria in Turin

Dienstag:

Mit gepackten Koffern ging es los zu der Tropfsteinhöhlentour in Toirano und einem Strandnachmittag an der ligurischen Küste (leider mit zu wenig Sonne). Auf dem Rückweg ließ uns der Reisebus direkt am Flughafen in Malpensa raus, so dass alle Schüler die Gelegenheit hatten, sich persönlich und unter einigen Tränen von ihren Austauschpartnern zu verabschieden.

Und dann (mit nochmal besonderem Dank an unser Reisebüro, das uns rechtzeitig umgebucht hat): vorgezogener Rückflug mit nächtlicher Ankunft in Jever um 2.30




Gruppenbild

Besuch der Schüler aus Novara in Jever 2013

Bei der Ankunft der Italiener am Mittwoch, den 11.09.2013, meinte das Wetter es noch gut mit uns. Die Sonne schien nach einem langen Regentag, sodass unsere italienischen Austauschschüler sich einen ersten Eindruck von Jever erst einmal ohne das typisch friesische Wetter verschaffen konnten.

Auch am Donnerstag war das Wetter gut und die Italiener wurden herzlich von unserem Schulleiter Herrn Timmermann begrüßt, um danach auch vom stellvertretenden Bürgermeister im Rathaus zu einer Tasse Tee empfangen zu werden. Des Weitern wurde eine Rallye im Schloss veranstaltet. Als es jedoch gegen Nachmittag nach draußen zu einer Geocachingtour durch die Stadt ging, setzte schließlich doch der Regen ein und wir suchten Schutz bei einem Bäcker. Trotz des plötzlichen Wolkenbruchs hatten wir aber viel Spaß, freuen uns auf die nächsten Tage und hoffen, dass das Wetter sich doch nochmal von seiner besten Seite zeigen wird.

Regen

Sonnige, offene, immer zu Späßen aufgelegte Gemüter; milde Abende, an denen die Musiker auf der Piazza für Stimmung sorgen, während man lacht und das fantastische Essen genießt. Ich bin mir ziemlich sicher, diese Eindrücke sind nicht nur typische Klischees für das italienische Volk und das Land Italien, sondern entsprechen der Wahrheit.

Schon bei ihrem Besuch hier in Deutschland, brachten die italienischen Austauschschüler so viel dieser Lebensfreude und Atmosphäre mit sich, dass man gar nicht anders konnte, als sie nach den ersten zwei Minuten ins Herz zu schließen. Und da wir nicht nur zwei Minuten hatten, um uns kennenzulernen, sondern eine ganze Woche, wurde es eine wunderbare Zeit. Wir versuchten diese viel zu kurze gemeinsame Zeit bestmöglich auszunutzen: Neben dem abwechslungsreichen offiziellen Programm (Bremen, Spiekeroog, Jever, Bauernhof…) trafen wir uns fast täglich in unserer freien Zeit und waren so oft von früh morgens bis spät abends zusammen unterwegs (Disco, Bowling, Hamburg…). Man musste nicht lange suchen, um trotz der Unterschiede in Kultur und Sprache Gemeinsamkeiten zu finden, viel mehr: Dass fast alle aus der Gruppe sich so auf einer Wellenlänge befanden, hätte man sich gar nicht erhoffen können. Es ist erstaunlich, wie schnell anfangs völlig fremde Menschen Freunde werden können und nur ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig es ist, sich vielleicht selber mal einen kleinen Ruck zu geben, Kontakte zu knüpfen und offen für Neues zu sein.

Die Italiener sind vor ungefähr einer Woche nach Novara zurückgekehrt, und dass wir sie jetzt schon vermissen und es kaum erwarten können, sie im Frühjahr zu besuchen, liegt wohl auf der Hand.