Wettbewerbe



Die Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums nehmen regelmäßig an den verschiedensten Wettbewerben teil. Und das mit Erfolg! Hier stellen wir die Ergebnisse vor.





Landessieg beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten für Hanna-Maria Paul

Die Abiturientin des Mariengymnasiums untersuchte die Mennonitengemeinde in Neustadtgödens. Davon, dass man aus der Geschichte lernen kann, ist die neunzehnjährige Abiturientin Hanna-Maria Paul überzeugt. Zu dem Thema des Geschichtswettbewerbs 2016/17 des Bundespräsidenten, "Gott und die Welt – Religion macht Geschichte" verfasste sie eine Arbeit zu der Mennonitengemeinde in Neustadtgödens.

Hierfür transkribierte und übersetzte sie niederländische Briefe aus dem 18. und 19. Jahr-hundert aus der Gemeinde an die Täufergemeinde in Amsterdam.

Sie erarbeitete, dass Neustadtgödens als ein besonderer Ort der Toleranz gelten kann. Als Ortschaft mit fünf verschiedenen Konfessionen könne hier erstmals von so etwas wie einem toleranten Miteinander gesprochen werden. Die Besitzer der Herrlichkeit Gödens akzeptierten den Zuzug anderer religiöser Überzeugungen und integrierten die neuen MitbürgerInnen in die Vorhaben der Herrlichkeit, weshalb den Mennoniten, die den Deichbau vorantrieben, die Neugründung Neustadtgödens bei der Neuerschließung ländlichen Gebietes gewährt wurde. Gegenseitige Akzeptanz bedingte somit das Profitieren voneinander.

Die mit einem Abiturschnitt von 1,1, für die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagene Abiturientin regt an: "Bis heute sollten solche positiven Beispiele unserer Gesellschaft zur Orientierung dienen, damit auch in der heutigen Zeit Toleranz gegenüber jeder friedlichen Art von Glauben gefördert wird und Hass und Gewalt entgegen gewirkt werden kann." Der Preis des Landessieges ist mit 250€ dotiert. Im September fällt die Entscheidung, ob die herausragende Arbeit auch auf Bundesebene ausgezeichnet wird. Die Arbeit wurde von der Geschichtslehrerin Frau Dr. Anja Belemann-Smit betreut.

 

Hannah Paul



 

Landeswettbewerb "Erinnerung" der evangelischen Landeskirchen 2012/13 - Portfolio-Beiträge aus dem Unterricht bei Frau Hörsch



Erfahrungsbericht über die Arbeit am Wettbewerb Haschke, Lewe, Schütte u. Lütjens

 

Unser Entschluss, am Landeswettbewerb Evangelische Religion 2012/2013 teilzunehmen, war eine sehr spontane Entscheidung. Frau Hörsch stellte uns im Seminarfach den Wettbewerb als eine Möglichkeit dar, den Beitrag anstelle einer Vorfacharbeit zu werten, was uns ziemlich attraktiv erschien. Außerdem war da ja auch noch die Aussicht auf einen Gewinn, wenn wir uns Mühe gaben.

Die Auswahl für ein richtiges Thema stellte sich als schwieriger heraus, aber Frau Hörsch war uns dabei eine große Hilfe. Sie stellte uns einige Themen vor, darunter auch 'Hilda Stern Cohen', auf das schlussendlich auch unsere Wahl gefallen ist. Nicht nur, weil Hilda eine sehr interessante Persönlichkeit zu sein schien, sondern auch weil ihre Geschichte uns so gänzlich unbekannt war. Dass wir durch das seltene Thema unsere Gewinnchancen eventuell steigern könnten, war nur ein schöner Nebeneffekt.

Es wäre schön zu sagen, dass wir uns sofort in die Recherchen gestürzt haben, aber das war nicht so. Der Termin für die Abgabe schien noch weit entfernt und so machten wir uns eher weniger Sorgen.

Auf den Rat von Frau Hörsch nahmen wir Ende Herbst dann Kontakt zu Hildas Ehemann Dr. Werner V. Cohen auf.  Er war uns eine sehr große Hilfe und beantwortete uns offen und schnell alle Fragen, mochten sie auch noch so persönlich sein.

Die Recherchen teilten wir untereinander auf, da es so einfacher und zeitsparender schien. Erst Ende des Jahres 2012 fiel uns auf, dass wir noch einiges an Arbeit zu tun hatten. Zumindest hatten wir schon einmal einen genauen Plan, was noch zu tun war. Dieser musste nur noch umgesetzt werden, was leichter gesagt als getan war, da wir neben diesem Projekt ja auch noch andere Pflichten hatten.

Im Januar schafften wir es schließlich uns alle für einen Nachmittag zu treffen und etwas tiefer zu recherchieren. Während draußen also der Schneesturm tobte, befanden wir uns in einem Zimmer mit 3 Laptops, einem PC, Tausenden von Notizen und Unmengen an Cola, Kuchen und Süßigkeiten, um schließlich den Hauptteil des Projektes fertig zu stellen.

Am Ende des Tages waren wir erschöpft, aber zufrieden mit dem Ergebnis. Was uns jetzt noch fehlte, war der Feinschliff wie die Formatierung und Rechtschreibkorrekturen, die oft doppelt und dreifach gemacht werden mussten, da wir unsere Meinung über Teile unserer Einlagen immer wieder änderten.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Marnowsky, der so freundlich war, uns bei der Aufnahme einer Vertonung der  Eigenkomposition eines Gruppenmitgliedes zu helfen. Dank seiner Hilfe waren dafür nur einige Stunden nötig.

Schließlich waren es nur noch fünf Tage bis zur Abgabe und wir waren stolz, unsere Arbeit abgeschlossen zu haben. Wir hatten alles formatiert und alles war auch schon Korrektur gelesen. Jetzt musste das alles nur noch alles in eine Word-Datei kopiert und dann ausgedruckt werden. Ist doch alles ganz easy.

Pustekuchen. Das Programm wollte nicht so, wie wir wollten und zu allem Überfluss wurden auch noch die Bewerbungsmappen vergessen, in die wir unseren fertigen Beitrag einheften wollten. Während drei Gruppenmitglieder also mit der Technik kämpften, machte sich eine auf den Weg zu Famila, um schnellstmöglich diese Bewerbungsmappen aufzutreiben.

Schließlich schafften wir es doch mit vereinten Kräften, die fertigen Mappen rechtzeitig einzusenden. Natürlich fragten wir uns, ob wir etwas gewinnen würden, doch die Preisverleihung schien noch weit weg. Das Projekt geriet also ein wenig in Vergessenheit. Umso größer und schöner war die Überraschung über eine Mail von Frau Hörsch, die uns mitteilte, dass wir auf jeden Fall schon einmal einen Büchergutschein gewonnen haben.

Abschließend können wir sagen, dass uns die Arbeit an dem Projekt sehr viel Spaß gemacht hat, auch wenn es zum Ende hin eher chaotisch und gestresst zuging. Insgesamt können wir sehr stolz auf unser Ergebnis sein und freuen uns jetzt schon auf die bevorstehende Preisverleihung am 18. Juni in Hannover!

Charline Haschke, Anna-Sophie Lewe, Jan Schütte, Ann-Katrin Lütjens (Q1)

Die Preisträger sind Charline Haschke, Anna-Sophie Lewe, Jan Schütte und Ann-Katrin Lütjens (Q1) mit dem Thema "Hilda Stern Cohen" und Till Habersetzer, Steffen Schultze und Christian Arends (Q2) mit dem Thema "Erinnerung an den 11. September 2001".

Die Wettbewerbsbeiträge können als PDF-Datei angesehen werden, der Beitrag Hilda Stern Cohen umfasst außerdem eine Audio-Datei mit der Aufnahme der Gedichtvertonung und zwei kurze Videos (Werkstätten im Ghetto Lodz bzw. Lebensbedingungen im Ghetto Lodz).