Einladung zum Holocaust Gedenken am 27.01 um 15:30 Uhr am Mahnmal der ermordeten Juden aus Jever
Margot Friedländer, eine KZ-Überlebende, sagte einst: “Was war, können wir nicht mehr ändern. Aber es darf nie wieder geschehen.” Deshalb wollen wir am Gedenktag der Holocaust ermordeten an diese denken und gemeinsam ein Zeichen dafür setzen, dass solch schlimme Taten, wie sie vom NS-Regime unternommen wurden, nie wieder passieren.

Zum Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten Juden findet am 27. Januar 2026 um 15:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal der ermordeten Juden in Jever statt. Die Veranstaltung wird von Schülerinnen und Schülern des Mariengymnasiums aus der Stolperstein-AG in Zusammenarbeit mit dem Gröschlerhaus Jever gestaltet.
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich seit diesem Schuljahr intensiv mit den Schicksalen der ehemaligen jüdischen Einwohner Jevers auseinander und bereiten die erste Verlegung von Stolpersteinen in der Stadt vor. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Grußwort von Bürgermeister Jan-Edo Albers sowie der Vortrag einer Schülerin aus dem 9. Jahrgang, die ihr eigenes Gedicht mit dem Titel „Achtzehn“ vorträgt. Darin erinnert sie an die 18 jüdischen Bürger Jevers, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.
Im Anschluss werden die Namen der Opfer verlesen und für jede ermordete Person eine Rose von zwei Schülern eines Seminarfachs am Mahnmal niedergelegt. Die Schüler hatten sich im Rahmen einer Seminarfahrt nach Krakau unter anderem mit dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau auseinandergesetzt.
Wer sich weiter über die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie deren Schicksale informieren möchte, ist im Anschluss herzlich eingeladen, das Gröschlerhaus zu besuchen, das vertiefend über das Thema aufklärt.

Januar 2021
Bild: Bundesregierung/Steffen Kugler
Die größte Gefahr für uns alle geht vom Vergessen aus. Davon, dass wir uns nicht mehr daran erinnern, was wir einander antun, wenn wir Antisemitismus und Rassismus in unserer Mitte dulden.